Weg zu mehr Natürlichkeit: Eigenfett-Behandlungen
28. Mai 2026
Natürlichkeit ist längst mehr als ein Trend. Sie ist ein Lebensgefühl. Das zeigt sich auch in der ästhetischen Medizin: Immer mehr Frauen wünschen sich Ergebnisse, die nicht «gemacht» aussehen. Behandlungen mit Eigenfett sind ein Weg zu mehr Natürlichkeit.
Bei Behandlungen mit Eigenfett wird körpereigenes Fett gezielt an einer Stelle entnommen und anschliessend an einer anderen Stelle wieder eingesetzt, um Volumen aufzubauen oder Konturen sanft zu verändern. Für viele Patientinnen liegt der Reiz daran auf der Hand: Statt auf Fremdmaterialien zurückzugreifen, wird mit dem gearbeitet, was der Körper selbst mitbringt. Eine gerngesehene Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmethoden mit Hyaluronsäure oder Implantaten. Ausserdem können oft zwei Wünsche miteinander verbunden werden: Das Fett wird zuvor an Stellen entnommen, an denen es häufig ohnehin als störend empfunden wird. Mit dem gezielten Absaugen von Fettpolstern am Bauch, an den Oberschenkeln oder an den Hüften entsteht so eine Art «Side Benefit». Mehr Volumen dort, wo es gewünscht ist, und gleichzeitig eine sanfte Verschlankung an anderer Stelle.
Die Basis jeder Eigenfettbehandlung ist eine schonende Fettentnahme, die sogenannte Liposuction. Dabei wird das Fett sehr vorsichtig gewonnen, damit die Zellen möglichst intakt bleiben. Nur so können sie später gut einheilen. Ebenso wichtig wie die Entnahme selbst ist das Ergebnis an der behandelten Stelle. Die Körperkonturen sollen danach glatt und natürlich wirken, ohne sichtbare Hinweise auf den Eingriff. Nicht jede Frau bringt allerdings die gleichen Voraussetzungen mit. Gerade bei sehr schlanken Körpern kann es sein, dass nicht genügend Fett für eine Behandlung zur Verfügung steht.
Da das gewonnene Fett im Anschluss sorgfältig aufbereitet wird, nimmt der Eingriff etwas Zeit in Anspruch. Je nach Umfang dauert er mehrere Stunden und erfolgt meist in Dämmerschlaf oder Vollnarkose. Kleinere Behandlungen können auch unter lokaler Betäubung durchgeführt werden.
Nach der Entnahme wird das Fett gereinigt und aufbereitet, bevor es mit feinen Kanülen wieder in die gewünschten Bereiche eingebracht wird. Dieser Schritt wird als Lipofilling bezeichnet und erfordert viel Feingefühl: Das Fett wird in kleinen Mengen und in mehreren Schichten verteilt, damit ein gleichmässiges und natürliches Ergebnis entsteht.
Im Gesicht, das im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses an Volumen verliert und dadurch etwas eingesunken wirken kann, sorgt ein Lipofilling für eine sanfte Verjüngung.
Auch für den gezielten Volumenaufbau der Brust kann Eigenfett eingesetzt werden. Insbesondere dann, wenn ein dezentes, natürliches Ergebnis gewünscht ist oder kleinere Asymmetrien ausgeglichen werden sollen.
Wichtig zu wissen: Nur etwa 60 % der transplantierten Fettzellen bleiben dauerhaft erhalten. Ein Teil wird vom Körper in den ersten Wochen wieder abgebaut, während der verbleibende Anteil in das umliegende Gewebe einwächst und langfristig bestehen bleibt.
Deshalb sind bis zum gewünschten Ergebnis häufig zwei bis drei Behandlungen notwendig. Das finale Resultat zeigt sich nach einiger Zeit vollständig und wirkt besonders natürlich und harmonisch.
Behandlungen mit Eigenfett ermöglichen es, feine Anpassungen vorzunehmen, um die eigene Ausstrahlung zu unterstreichen, ohne dabei den eigenen Charakter des Gesichts oder der Brust zu verändern. Es entsteht ein harmonisches, frisches Ergebnis, das natürlich wirkt und sich stimmig anfühlt.
Bild: Anna Shvets via pexels
